Wirtschaft

Achim Wambach bleibt Präsident des ZEW: Eine wichtige Bestätigung

Achim Wambach wurde für weitere fünf Jahre als Präsident des ZEW bestätigt. Diese Entscheidung hat weitreichende Implikationen für die wirtschaftliche Forschung und Beratung in Deutschland.

vonClara Richter6. Juli 20263 Min Lesezeit

Es gibt Momente im Leben, die scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen. Letzten Mittwoch, als ich die Pressemitteilung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) las, wurde ich an diese Momente erinnert. Achim Wambach, der offensichtlich einen Job inne hat, der mit Unmengen von Verantwortung und gleichzeitig unendlich wenig Glamour verbunden ist, wurde für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Ein Blick auf die Zahlen und Berichte rund um seine Wiederwahl zeigt nicht nur die Beständigkeit in der Führung des ZEW, sondern auch, wie wichtig seine Arbeit für die wirtschaftliche Landschaft in Deutschland ist.

Wambach ist nicht nur ein Name, den man in der Welt der Wirtschaft häufig hört; er ist eine Institution innerhalb einer Institution. Nach seiner Wahl im Jahr 2016 hat er das ZEW mit einem klaren Fokus auf qualitative Forschung und Werteorientierung geleitet. Dies war zweifellos keine einfache Aufgabe, denn die Anforderungen an Wirtschaftsforschungsinstitute sind enorm. In einer Zeit, in der Schnelligkeit gefragt ist und die Märkte wie ein aufgedrehter Wasserkocher zu kochen scheinen, hat Wambach es geschafft, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Bestätigung seiner Wiederwahl könnte als eine Art Vertrauensbeweis interpretiert werden – sowohl von Seiten seiner Kollegen als auch von den Geldgebern und Sponsoren des ZEW. Man könnte meinen, der Verlag habe bereits seine Werbemaßnahmen für die nächsten fünf Jahre geschaltet, aber das ZEW ist kein kommerzielles Unternehmen. Es bietet eine wertvolle Dienstleistung, die über die zeitlichen und institutionellen Rahmen hinausgeht.

Mit Wambach als Präsidenten hat das ZEW eine klare Richtung entwickelt: Forschung, die die deutsche Wirtschaft, sowie die europäische und globale Wirtschaftswelt, nachhaltig prägt. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er am Dienstagmorgen die Nachrichten über seine Bestätigung las, vielleicht mit einem müden Lächeln auf den Lippen. Manchmal hat man das Gefühl, dass die wertvollsten Beiträge zur Wirtschaft nicht mit Pomp und Tamtam gefeiert werden, sondern in vergleichsweise leisen Räumen, in denen Menschen an Lösungen arbeiten, ohne nach dem großen Auftritt zu streben.

Selbstverständlich hat Wambach auch Fehler gemacht, wie jeder andere in seiner Position. Doch es ist der Umgang mit diesen Fehlern, der zeigt, dass er nicht nur ein Forscher, sondern auch ein geborener Führer ist. Spitzenforschung erfordert einen langen Atem, und in einer Welt, die sich immer schneller dreht, ist eine solide, langfristige Basis unerlässlich, um auch auf die unvermeidlichen Rückschläge reagieren zu können.

Eines der Themen, das während seiner ersten Amtszeit kontinuierlich im Vordergrund stand, war die Digitalisierung. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Digitalisierung wie ein Quicksand ist. Je mehr man sich in sie hinein bewegt, desto schwieriger wird es, wieder herauszukommen. Wambach hat hier mit seinem Team eine wirtschaftswissenschaftliche Analyse vorgelegt, die wie ein Navigationssystem wirkt; auf den ersten Blick komplex, aber im Kern darauf ausgerichtet, den Weg durch unübersichtliche Datenlandschaften zu finden.

An anderer Stelle wird das ZEW auch als eine Art Berater der deutschen Wirtschaft wahrgenommen. Man könnte meinen, dass Wambach der neue Wirtschaftswissenschaftler ist, der an der Spitze eines Rats sitzt, aus dem regelmäßig die besten wirtschaftlichen Ratschläge hervorgehen. Manchmal ist es beinahe absurd, wie sehr sich die Ratschläge, die aus der Forschung des ZEW hervorgehen, mit den aktuellen Wirtschaftsgegebenheiten decken. Vielleicht ist das der Grund, warum sein Team eine hohe Glaubwürdigkeit genießt.

Kritiker bemängeln stellenweise, dass das ZEW in der Vergangenheit zuviele kauffreudige Lösungen präsentiert hat, die sich seitdem als nicht tragfähig erwiesen haben. Doch im Großen und Ganzen hält sich die Wertschätzung für Wambach und sein Team in Grenzen. In dieser Hinsicht muss man zugeben, dass die Wiederwahl auch eine Botschaft an die Kritiker ist: "Wir haben Vertrauen in Ihre Expertise, und wir sind bereit, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen."

In den kommenden Jahren stehen dem ZEW und Wambach spannende Herausforderungen bevor. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind angespannt, Inflation und geopolitische Spannungen sind nur einige der Aspekte, die es zu bewältigen gilt. In Anbetracht dieser Umstände kann man nur hoffen, dass sich Wambach weiterhin als der besonnene und analytische Denker erweist, den die deutsche Wirtschaft so dringend benötigt. Seine Wiederwahl hat nicht nur Auswirkungen auf das ZEW, sondern auch auf das gesamte wirtschaftliche Landschaftsbild in Deutschland.

Ein Mann, dessen Wirken oft in den Hintergrund gedrängt wird, aber dessen Beiträge unverzichtbar sind. In einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, den Überblick zu behalten, ist es ein beruhigendes Gefühl, dass jemand wie Wambach an der Spitze einer der führenden wirtschaftlichen Forschungsinstitutionen des Landes steht. Ich bin gespannt, wie sich die nächsten fünf Jahre entwickeln werden, und freue mich auf die Analysen und Berichte, die uns erwarten. Es bleibt zu hoffen, dass er die richtigen Fragen stellt und die richtigen Antworten findet, nicht nur für das ZEW, sondern für die gesamte Gesellschaft.

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